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Sanatorien in Transkarpatien (Ukraine)

Karte von Transkarpatien (Google-Maps) mit ausgewählten Termalbädern und Sanatorien

Im Oblast Transkarpatien in den ukrainischen Karpaten gibt es mehrere Sanatorien, termalische Bäder und Skizentren. Das Oblast Transkarpatien (Ukraine) grenzt an die Slowakei, Ungarn und Rumänien. Mit Beginn von Gorbatschows Perestroika( nach Alexander Sinowjew "Katastroika") und dem Beginn der katastrophalen Zerstörung von allen Sektoren der Volkswirtschaft der Sowjetunion ohne Ausnahme sind als Folge teilweise auch alte Erholungsgebiete in die Vergessenheit geraten. Es sind in den letzten Jahren aber auch neue Ferienanlagen entstanden oder es werden bestehende Sanatorien ausgebaut.

Flayer von den Sanatoriem Termal Star und Kwitka Polonyny

In diesem Beitrag wollen wir das Erholungsgebiet um Uzhgorod vorstellen. Uzhgorod befindet sich in der nördlichen ungarischen Tiefebene am Rand der Waldkarpaten. Diese Stadt hat selbst keine Sanatorien. Wenige Kilometer in nordöstliche Richtung, in den Dörfern Strypa und Yarok, befindet man sich in einem höher gelegenen bewaldeten Tal. Von den Bewohnern werden diese Orte "wie ein Sanatorium" beschrieben. Ringsherum sind Berge, Wälder und viel Ruhe, da kein Autoverkehr vorhanden ist. Das Wasser soll hier sehr gut sein. Viele Uzhgoroder fahren hier her und holen sich das mineralische Trinkwasser.

Von Uzhgorod führt eine sehr gute zum Teil vierspurige Autostraße (E50) in Richtung Li'viv. Etwa 15 km in diese Richtung befindet sich das Sanatorium "Termal Star" in dem kleinen Ort Nyzhnje Solotvyno mit einer wunderschönen Umgebung an einem kleinen Bergsee direkt am Waldrand. Besonders zu erwähnen ist das heilende Wasser. Das Sanatorium wird ständig erweiter. Neu ist das Schwimmbad im Freien, wie es im Video gezeigt wird.

Das Dorf Nyzhnje Solotvyno befindet sich in einem Tal. Zum höher gelegenen Dorf führt eine sehr steile Straße, die im Winter bei Schneeglätte mit einem normalen PKW nicht befahren werden kann. In den angrenzenden Wäldern wachsen viele Pilze, Brombeeren, Walderdbeeren, Heidelbeeren und andere herrliche Waldfrüchte.
Wenige Kilometer weiter in Richtung Mukachevo befindet sich neben dem Dorf Andriivka bei Serednje Andriivka ein See, wo viele Fische geangelt werden. Das Panorama mit den Bergen im Hintergrund ist sehr schön.

Etwas weiter, 65 km von Uzhgorod entfernt, befindet sich die kleine Stadt Swaljawa. Swaljawa ist als Zentrum verschiedener Sanatorien bekannt. Die Sanatorien und auch Skizentren befinden sich in unmittelbarer Nähe. Swaljawa befindet sich in einem höher gelegenen Gebirgstal. Das Klima ist gegenüber Uzhgorod und Mukachevo etwas kühler und feuchter. Durch Swaljawa geht die Eisenbahnstrecke von Uzhgorod nach Kiew. Ebenso die gut ausgebaute Fernstraße nach Kiew über Li'viv.
In den nachfolgenden beiden Bildern ist der Bahnhof von Swaljawa zu sehen. Von hier hat man eine schöne Aussicht zu den bewaldeten Bergen. Besonders beeindruckend ist die Ansicht der Täler und Berge von der Eisenbahn aus, wenn man sich etwas weiter in Richtung der höheren Bergkette der Karpaten befindet.

Bahnhof von SwaljawaVor dem Bahnhof von Swaljawa

Gegenüber dem Bahnhofsgebäude werden die Reisenden und Touristen durch das große Plakat mit den Informationen zum Sanatorium "Krischtalew Dsherelo" begrüßt.

Hinweistafel des Sanatorium Krischtalew Dsherelo gegenüber dme Bahnhof von Swaljawa

Wir im Nachtzug Uzhgorod in Richtung Kiev.

Peter und Nelia im Nachtzug Uzhgorod in Richtung Kiev

Da wir einmal in Swaljawa am Bahnhof waren, wollten wir auch das bekannte Mineralwasser "Luzhanskaja" holen.
5 Kilometer von Swaljawa (und 2 km von der Autostraße nach Kiev) in Richtung Norden befindet sich das Sanatorium "Kwitka Polonyny" zwischen den beiden Dörfern Solochyn und Polyana. Das Gesundheitszentrum befindet sich in einer ruhigen ländlichen Gegend im Tal Pynya, von Bergen mit Wiesen, Nadel- und Laubwald umgeben. Hier herrscht ein besonderes Klima ohne extreme Temperaturen.

Sanatorium Kwitka Polonyny

Gleich hinter dem Sanatorium ist die Quelle des Mineralwassers "Luzhanskaja". Wir waren sehr spät am Abend dort und nach einem kurzen Gespräch mit dem Pförtner durften wir zu den Häuschen mit der Mineralquelle. Hier wurde auch gerade ein Tanklastzug befüllt, der anschließend nach Kiev fuhr. Für die 10 Liter Wasser hatten wir 20 Griwna (2 Euro) bezahlt. Es war viel zu viel, aber es war ein kleines Dankeschön, da bereits geschlossen war und wir sonst ohne Mineralwasser hätten wieder zurückfahren müssen. (Zum Vergleich. Ein paar Tage später hatte ich in Shayan 2 Griwna für 10 Flaschen bezahlt. Hier befindet sich auch einbekanntes Sanatorium.) Die vielen Lampen in der Ferne hatten uns neugierig gemacht und wir hatten am späten Abend dem Sanatoriumgelände des Sanatoriums "Kwitka Polonyny" noch einen kurzen Besuch abgestattet.

Zwei Tage später lernten wir das sehr nette Ehepaar Sascha und Oksana kennen. Sascha ist Arzt für Innere Medizin im Sanatorium. Gemeinsam zeigten Sie uns das Sanatorium, wie es im Video zu sehen ist. Das Sanatorium Kwitka Polonyny befindet sich auf einer 10 ha großen Fläche mit einzigartigen Bäumen und Sträuchern, angelegte Wege, künstliche Seen, einem Gebirgsfluss, Sportstätten und vieles mehr.

Genaue Informationen zum Sanatorium finden Sie unter www.kvitkapolonyny.com.ua zu entnehmen.

In diesem Sanatorium werden durch die Anwendung von Mineralwasser (Luzhanska-4, Luzhanska-7, Poljana Kwasowa), Massagen und andere Heilverfahren nachfolgende Erkrankungen behandelt:

  1. Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür;
  2. chronische Gastritis mit hoher oder normaler Sekretion;
  3. chronische Lebererkrankungen, Gallenblase, der Gallenwege Infektionen (Hepatitis, Cholezystitis, Dyskinesie, ein Zustand nach Botkin Krankheit, etc.);
  4. chronische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse;
  5. Darmerkrankungen;
  6. Endokrinologischen Erkrankungen beschäftigt. Diabetes (kein Zustand der Dekompensation);
  7. Endokrinologischen Erkrankungen beschäftigt. Diabetes (kein Zustand der Dekompensation);
  8. Stoffwechselstörungen, Gicht;
  9. Nieren, Infektionen des Harntraktes.

Weitere Informationen zu Hotels und Unterkunft

In Uzhgorod gibt es nur wenige Hotels. Bein einem neuen Hotel liegen die Zimmerpreise bei 35 Euro für 2 Personen pro Tag. In dieser Stadt findet man aber auch viele verschiedene private 1-Zimmerwohnungen oder Häuser mit Gargagen und Garten mieten, was man eben möchte. Eine 1-Zimmerwohnung kostet zum Beispiel ab 18 Euro pro Tag.
In Mukachevo gibt es keine Hotels. Dafür aber viele Privatvermietung, Wohnungen und schöne Häuser mit Schwimmbad ab 35 Euro/Tag.

Wir hatten in Berehovo in einer privaten Unterkunft gewohnt. Die Preise bei verschiedenen Vermietern liegen pro Person zwischen 7 bis 10 Euro/Tag. In der Regel sind die Zimmer ordentlich, teilweise mit kleinem Kühlschrank. Gekocht werden kann in einer gemeinsamen Küche. Allerdings sind nicht überall pro Quartier (Zimmer) ein WC und Bad vorhanden. Diese müssen dann mit anderen Gästen geteilt werden. Nur wenige Kilometer von Berehovo entfernt im Dorf Dyida liegen die Preise für eine Übernachtung bei 50 Euro für eine ganz einfache Wohnung. Begründet wird dies mit dem Badesee neben dem Ort. Nur 3 km weiter in Velyka Byihan liegt der Preis pro Person bei 7 Euro für eine Übernachtung. Die zum Teil unrealistischen Preise sind in den Karpaten lokal an verschiedenen Orten anzutreffen. Dies ist bedingt durch den fehlenden oder ungleichmäßig ausgebildeten Wettbewerb. Es ist daher wichtig ausreichende Informationen einzuholen, bevor man zu viel für wenig Service bezahlt. Im Hotel neben dem neuen Thermalbad in Berehovo gibt es sehr schöne Zimmer mit einem bewachten Parkplatz. Die Zimmerpreise liegen zwischen 20 bis 50 Euro pro Zimmer für 2 Personen.

Grenzübergänge zur Europäischen Union

In diesem Oblast Transkarpatien in der Nähe von Uzhgorod und Mukachevo gibt es 2 Grenzübergänge nach der Slowakei. Bei Chop gibt es ein und südlich bei Berehowo 3 nach Ungarn sowie ein Grenzübergang nach Rumänien. Bei Bedarf ist man so sehr schnell in der Europäischen Union. Viele der Anwohner laufen oder fahren mit dem Fahrrad zu den benachbarten Dörfern nach Ungarn und besuchen Verwandte oder kaufen dort ein.

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